
Wer einen Gesellen bei sich hat, der hat auch einen Meister bei sich.
Bedeutung
Dieses deutsche Sprichwort beschreibt eine soziale Dynamik, die sich in Arbeits- und Gemeinschaftsbeziehungen zeigt: Wer einen Gesellen – also einen Partner oder Begleiter – bei sich hat, bekommt damit auch einen Meister, also jemanden, der mehr weiß oder mehr kann als man selbst. Jede Gemeinschaft bringt eine Hierarchie und eine gegenseitige Abhängigkeit mit sich. Das Sprichwort enthält keine Klage, sondern eine nüchterne Beobachtung: Wer Gesellschaft sucht, muss auch Führung, Überlegenheit oder Kontrolle anderer akzeptieren.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Arbeit, Gemeinschaft und soziale Hierarchien. Auch geeignet als einprägsames Zitat in Reden über Zusammenarbeit, Verantwortung in Gemeinschaften oder die Bedingungen, die mit dem Suchen von Gesellschaft einhergehen. Für volkskundliche Sammlungen oder Texte über soziale Dynamiken bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über die unausweichliche Hierarchie in jeder Gemeinschaft.
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