
Dein Pferd, dein Weib und dein Schwert leih nicht her.
Bedeutung
Dieses alte deutsche Sprichwort formuliert eine praktische Regel für den Umgang mit dem Wertvollsten, das ein Mann in früherer Zeit besaß: Pferd, Frau und Schwert sollte er nicht verleihen. Die Begründung liegt in der Unersetzbarkeit und Intimität dieser Güter. Das Pferd war Arbeitstier und Transportmittel, das Schwert das Schutzwerkzeug, und die Ehefrau – aus heutiger Sicht problematisch formuliert – galt als Partnerin, die nicht in fremde Hände gehört. Das Sprichwort spiegelt eine strenge Eigentumsethik der bäuerlich-ritterlichen Volksüberlieferung wider.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie historische Texte über Eigentumsdenken, Geschlechterrollen und mittelalterliche Lebensverhältnisse. Auch geeignet als kulturhistorisches Zitat in Beiträgen über Volksmoral und historische Wertvorstellungen. Für volkskundliche Sammlungen oder kulturhistorische Texte über mittelalterliche Wertvorstellungen bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über strenge Eigentumsethik und Schutz des Wertvollsten.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (1 Stimme)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.88 von 5

Ähnliche Sprüche
Der Mensch besitzt nichts Wertvolleres als seine Zeit.
— Ludwig van Beethoven
Der Mensch glaubt manchmal, er sei zum Besitzer, zum Herrscher erhoben worden. Das ist ein Irrtum. Er ist nur ein Teil …
Sorge dafür, das zu haben, was du liebst, oder du wirst gezwungen werden, das zu lieben, was du hast.
— George Bernard Shaw
Plötzliche Sanftmut von Frauen ist oft nur eine ungewöhnliche Geduld beim Planen einer wirklich lohnenden Rache.
— Ambrose Bierce
Wahrer Reichtum besteht nicht im Besitz, sondern im Genießen.
— Ralph Waldo Emerson