
Heiraten ins Blut tut selten gut.
Bedeutung
Dieses deutsche Sprichwort greift eine volkskundliche Warnung vor Ehen innerhalb der eigenen Blutsverwandtschaft auf: Heiraten ins Blut – also unter Verwandten – bringt selten Glück. Die Volksüberlieferung beobachtete früh, dass solche Verbindungen zu körperlichen und charakterlichen Schwächen in der Nachkommenschaft führen können. Das Sprichwort hatte in bäuerlichen Gemeinschaften eine praktische Funktion: Es ermutigte, sich Partner außerhalb der engsten Verwandtschaft zu suchen und damit den Genpool offen zu halten. Die Botschaft ist pragmatisch: Zu enge Bindung schadet langfristig.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Ehe, Verwandtschaft und volkstümliche Heiratsregeln. Auch geeignet als historisches Zitat in Beiträgen über bäuerliche Heiratssitten, Eugenik oder die volkskundliche Weisheit zu Verwandtenehen. In volkskundlichen Sammlungen zur Ehepraxis und Heiratsmoral findet dieses Sprichwort seinen natürlichen Platz.
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