
Wer nicht eifert, liebt nicht.
Bedeutung
Dieses Sprichwort formuliert eine pointierte, wenn auch nicht unumstrittene These: Wer wirklich liebt, empfindet Eifersucht – wer nicht eifert, liebt nicht wirklich. Die Eifersucht wird hier nicht als Fehler, sondern als Zeichen echter Zuneigung interpretiert. In der Volksüberlieferung wurde Eifersucht oft als Ausdruck von Leidenschaft und tiefer Bindung gesehen. Heute sieht man das differenzierter: Eifersucht kann Liebe begleiten, ist aber kein verlässliches Zeichen dafür und kann auch als Kontrollbedürfnis missverstanden werden.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Liebe, Eifersucht und ihre historische Bewertung. Auch geeignet als Diskussionsanlass in Beiträgen über Beziehungspsychologie oder als volkskundliches Zitat für kulturhistorische Texte über die historische Deutung von Eifersucht als Liebesbeweis. Für volkskundliche Sammlungen oder kulturhistorische Texte über die historische Deutung von Eifersucht bietet dieses Sprichwort einen einprägsamen Beitrag über die volkskundliche Gleichsetzung von Eifersucht und tiefer Liebesbindung.
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Liebe ist in dem, der liebt, nicht in dem, der geliebt wird.
— Platon
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
— Friedrich Schleiermacher
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