
An allen meinen Leiden ist nur die Liebe schuld.
Bedeutung
Giovanni Paisiello, der neapolitanische Komponist des 18. Jahrhunderts, formuliert in diesem knappen Zitat eine Klage, die aus der Tradition der Liebesdichtung und Oper stammt: Die Liebe ist der Ursprung allen Leidens. Wer liebt, macht sich verletzbar – er öffnet sich für Enttäuschung, Eifersucht, Trauer und Sehnsucht. Das Zitat enthält keine Bitterkeit, sondern die melancholische Anerkennung, dass Liebe und Schmerz untrennbar sind. Für Paisiello, den Meister sentimentaler Arien, war diese Verbindung nicht Klage, sondern Thema.
Verwendung
Passend als Opern- oder Musikzitat in Texten über Liebe, Leid und Sehnsucht sowie für Beiträge über die Liebesdichtung des 18. Jahrhunderts. Auch geeignet als melancholisches persönliches Wort in Beiträgen über unerfüllte Liebe oder den Preis tiefer Zuneigung. Für volkskundliche Sammlungen oder kulturhistorische Texte über Paisiello und die Oper bietet dieses Zitat einen einprägsamen Beitrag über die untrennbare Verbindung von Liebe und Leid.
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Über Giovanni Paisiello
Über den Autor
Italienisch · 1740 - 1816
Giovanni Paisiello (1740–1816) komponierte Opern wie „Il barbiere di Siviglia“ und gehörte zur neapolitanischen Schule.
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Er arbeitete an mehreren Höfen Europas, unter anderem in St. Petersburg, Neapel und Paris, und schrieb in erstaunlicher Produktivität. Paisiello war besonders für seine komischen Opern bekannt, schuf aber auch Kirchenmusik und Instrumentalwerke. Sein „Barbier“ stand vor Rossinis späterer, berühmterer Vertonung.

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Liebe ist in dem, der liebt, nicht in dem, der geliebt wird.
— Platon
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.
— Friedrich Schleiermacher
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