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Der geliebte Mensch scheint

Spruchbild: Der geliebte Mensch scheint dort zu stehen, wo sonst etwas fehlt.

Der geliebte Mensch scheint dort zu stehen, wo sonst etwas fehlt.

Bedeutung

Robert Musil, der österreichische Erzähler und Essayist, formuliert in diesem Zitat eine tiefgründige psychologische Beobachtung über die Wirkung des geliebten Menschen: Er oder sie nimmt den Platz ein, den vorher eine Leerstelle hatte – ein Fehlen, ein Mangel, eine nicht erfüllte Sehnsucht. Liebe ist also nicht Addition, sondern Füllung: Sie schließt eine Lücke, die der Liebende selbst oft nicht bewusst gespürt hat, bis sie gefüllt wurde. Musil, bekannt für seine präzise Beobachtung menschlicher Innenzustände, beschreibt Liebe hier nicht romantisch, sondern phänomenologisch.

Verwendung

Passend als literarisches Musil-Zitat in Texten über Liebe, Sehnsucht und die psychologische Wirkung von Zuneigung sowie für Beiträge über Emotionen und Beziehungspsychologie. Auch geeignet als nachdenkliches Wort in Reden oder Essays über das Wesen der Liebe. Für volkskundliche Sammlungen oder Musil-Zitate in kulturhistorischen Texten bietet diese Aussage einen einprägsamen, psychologisch tiefgründigen Beitrag über die Wirkung von Liebe und Zuneigung.

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Über Robert Musil

Über den Autor

Schriftsteller · Österreichisch · 1880 - 1942

Robert Musil (1880–1942) schrieb mit „Der Mann ohne Eigenschaften" einen unvollendet gebliebenen Romankoloss, an dem er von den 1920er Jahren bis zu seinem Tod arbeitete.

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Musils erstes Werk, „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" (1906), gilt als früher Schlüsseltext der literarischen Moderne und findet bis heute Verwendung als Schullektüre. Der Erste Weltkrieg und der Aufstieg des Nationalsozialismus in Deutschland und Österreich hinterließen tiefe Spuren in seinem Schaffen. Musil starb 1942 im Exil in Genf, ohne sein Hauptwerk abgeschlossen zu haben – die Forschung dazu reißt seit den 1950er Jahren nicht ab.

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Quadratisches Spruchbild: Der geliebte Mensch scheint dort zu stehen, wo sonst etwas fehlt.

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