
Zum Tun gehört Talent - zum Wohltun Vermögen.
Bedeutung
Goethe formuliert in diesem knappen Zitat eine gesellschaftliche Beobachtung über die Verbindung von Talent und Wohltun: Tun können viele – dafür reicht Talent. Aber echtes Wohltun erfordert Vermögen, also materielle Mittel. Das klingt ernüchternd, enthält aber eine realistische Einsicht: Guter Wille allein reicht nicht, um zu helfen. Wer anderen wirklich helfen will, muss dazu in der Lage sein – entweder durch Geld, Zeit, Einfluss oder andere Ressourcen. Goethe, selbst ein Mensch mit großem Einfluss und Netzwerk, kannte die Grenzen des bloßen Wollens.
Verwendung
Passend als Goethe-Zitat in Texten über Philanthropie, soziale Verantwortung und die Grenzen des guten Willens sowie für Reden über Mäzenatentum, Ehrenamt oder den Zusammenhang von Wohlstand und Wohltun. Auch geeignet für kulturhistorische Beiträge über Goethes Werk und Weltbild. Für volkskundliche Sammlungen oder Goethe-Zitate in kulturhistorischen Texten bietet diese Aussage einen knappen, realistischen Beitrag über den Zusammenhang von Vermögen und echter Hilfsbereitschaft.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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