
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken, setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken, du bleibst doch immer, was du bist!
Bedeutung
Goethe verspottet äußere Verkleidung als untauglichen Versuch, das eigene Wesen zu verändern. Perücken mit Millionen Locken und ellenhohe Socken sind übertriebene Bilder für künstliche Aufwertung, Mode, Pose und gesellschaftliche Selbstdarstellung. Am Ende bleibt der Mensch doch, was er ist. Der Satz richtet den Blick hinter Schmuck und Inszenierung: Identität, Charakter oder innere Beschaffenheit lassen sich nicht dauerhaft durch äußere Erhöhung ersetzen oder verstecken lassen.
Verwendung
Passend für Texte über Authentizität, Eitelkeit, Rollenbilder, Mode oder Selbstinszenierung. Der Spruch eignet sich, wenn falscher Glanz ironisch entlarvt werden soll, etwa in Essays, Reden oder Kommentaren. Als persönliche Bemerkung kann er scharf wirken und braucht deshalb Fingerspitzengefühl im konkreten Anlass.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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