
Die menschliche Natur hasst alles, was überlegen ist.
Bedeutung
Thukydides beschreibt eine dunkle Seite menschlicher Reaktion auf Überlegenheit. Wer stärker, klüger oder erfolgreicher erscheint, weckt nicht nur Bewunderung, sondern auch Neid, Abwehr und Hass. Der Spruch ist zugespitzt und pessimistisch, verweist aber auf reale soziale Spannungen: Größe kann andere an eigene Grenzen erinnern. Er mahnt dazu, Ablehnung nicht immer als sachliche Kritik zu deuten, und zugleich Überlegenheit nicht hochmütig auszuspielen, wenn sie Beziehungen belasten kann und dauerhaft verletzt wirkt.
Verwendung
Geeignet für historische Analysen, Machtfragen, Konkurrenz, Führung oder Texte über Neid. Der Spruch passt, wenn erklärt werden soll, warum herausragende Leistungen Widerstand hervorrufen können. In persönlichen Kontexten sollte er vorsichtig genutzt werden, damit berechtigte Kritik nicht vorschnell als bloßer Hass abgetan oder übergangen wird.
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Über Thukydides
Über den Autor
Historiker · Antik-Griechisch · 454 - ca. 399 u. 396 v. Chr.
Thukydides (* vor 454 v. Chr., † ca. 399–396 v. Chr.) war ein athenischer Stratege und Historiker, dessen unvollendete Geschichte des Peloponnesischen Krieges eine objektiv-wissenschaftliche Geschichtsschreibung begründete.
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Thukydides stammte aus aristokratischen Verhältnissen und unterschied in seinem Werk erstmals systematisch zwischen kurzfristigen Kriegsanlässen und langfristigen Ursachen – die er in der Rivalität zwischen der Seemacht Athen und der Landmacht Sparta sah. Seine Aufzeichnungen verstand er als „Besitztum für immer" für die Nachwelt. Bis heute einflussreich ist zudem sein machtpolitisch exemplarischer Melierdialog.

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Gelegenheiten warten nicht
— Thukydides
So viele Jahre auch vergehen mögen, die Natur des Menschen ändert sich nicht.
— Thukydides
Um die Seele zu füllen, muss sie erst entleert werden.
— Thukydides
Reisst nicht das Eingeweide unserer Erde auf. Sonst werden die Flüsse und Bäume weinen
Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
— Arthur Schopenhauer
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