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Wer nicht genügend vertraut

Spruchbild: Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden.

Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden.

Bedeutung

Laotses Aussage beschreibt Vertrauen als ein reziprokes und dynamisches Prinzip: Wer misstrauisch durch die Welt geht, baut eine Mauer, die auch anderen das Vertrauen erschwert und echte Begegnung verhindert. Vertrauen entsteht nicht im Vakuum, sondern durch das Wagnis, zuerst zu vertrauen und sich damit verletzbar zu machen. Wer dieses Wagnis scheut, bleibt in einer Welt der Distanz und findet nirgends Halt – ein daoistischer Gedanke über Wechselseitigkeit als Lebensprinzip.

Verwendung

Passend für Texte über Beziehungen, Teamarbeit und den Aufbau von Vertrauen in Gemeinschaften. Gut in Coachingseminaren, Ratgebern über soziale Verbindungen oder persönlichen Reflexionen nach Enttäuschungen. Auch für Zitatesammlungen zu Laotse und taoistischer Lebensphilosophie geeignet. Besonders geeignet ist der Satz, wenn Vertrauen als gegenseitiger Prozess und nicht als einseitige Forderung beschrieben wird.

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Über Laotse

Über den Autor

Philosoph · 6. Jhdt.

Laotse (6. Jh. v. Chr.) war ein legendärer chinesischer Philosoph, dem das Daodejing zugeschrieben wird – das Hauptwerk des von ihm begründeten Daoismus.

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Ob Laotse tatsächlich existierte, ist bis heute ungeklärt: Der Chronist Sima Qian gestand im 1. Jahrhundert v. Chr. selbst, widersprüchliche Quellen vorzufinden. Das ihm zugeschriebene Daodejing entstand wohl spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde erst unter Han-Kaiser Jing (157–141 v. Chr.) unter diesem Titel zusammengefasst.

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