
Gerechtigkeit herrscht, wenn es in einem Volk weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt.
Bedeutung
Thales verbindet Gerechtigkeit mit sozialem Maß. Ein Volk gilt dann als gerecht geordnet, wenn es weder übermäßig Reiche noch übermäßig Arme gibt. Der Satz kritisiert extreme Ungleichheit, weil sie Gemeinschaft, Würde und politischen Frieden gefährden kann. Gerechtigkeit erscheint hier nicht nur als Gerichtsurteil, sondern als soziale Balance. Auffällig ist der doppelte Maßstab: Überfluss und Mangel werden beide als Störung des Gemeinwesens gesehen und politisch ernst genommen.
Verwendung
Das Zitat passt zu politischen Reden, Essays über soziale Gerechtigkeit, Wirtschaftsdebatten oder Unterricht über antike Staatsphilosophie. Es eignet sich, wenn Ungleichheit nicht moralisch abstrakt, sondern als Frage des Zusammenhalts eines Volkes beschrieben werden soll, etwa in Sozialdebatten oder Vorträgen.
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Über Thales von Milet
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 650 - 560 v. Chr.
Thales von Milet (ca. 624–545 v. Chr.) war der früheste namentlich bekannte Philosoph und Mathematiker, Begründer der antiken Naturphilosophie, Astronomie und Geometrie.
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Thales hinterließ wahrscheinlich keine eigenen Schriften; sein Wirken ist nur durch Berichte späterer antiker Autoren überliefert. Er lebte und wirkte in seiner Heimatstadt Milet, wo er sich auch politisch engagierte. Die Antike zählte ihn zu den Sieben Weisen Griechenlands – einer Gruppe von Männern, die für außergewöhnliche Klugheit und Urteilsvermögen verehrt wurden.
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