
Heiratest du ein schönes Weib, so hast du es nicht allein; und wenn ein häßliches, so macht es dir Pein.
Bedeutung
Der Spruch bewertet Ehefrauen abwertend nach äußerer Schönheit und stellt sie als Besitz oder Belastung dar. Seine Pointe beruht auf Eifersucht, Misstrauen und einer herabsetzenden Gegenüberstellung von schönen und als hässlich bezeichneten Frauen. Als historisches Zitat zeigt er ein patriarchales Denken über Ehe und weibliche Attraktivität, ist für heutige Glückwünsche oder Beziehungstexte aber problematisch und sollte nicht unkommentiert als Lebensweisheit erscheinen. So bleibt die Aussage nah am jeweiligen Motiv und gewinnt für konkrete Lebenslagen eine klare praktische Schärfe.
Verwendung
Allenfalls geeignet für eine kritisch kommentierte Sammlung zu antiken Geschlechterbildern, Ehevorstellungen oder historischer Misogynie. Für Hochzeit, Partnerschaft oder Humor ist der Spruch ungeeignet, weil er Frauen abwertet und Beziehungen besitzorientiert deutet. Redaktioneller Hinweis: Nicht unkommentiert ausspielen. Nur mit klarer historischer Einordnung verwenden. Vorab prüfen.
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Über Antisthenes
Über den Autor
Philosoph · 445 - 360 v. Chr.
Antisthenes (um 445–365 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, Schüler des Sokrates und Begründer des Kynismus, der Bedürfnislosigkeit lehrte und Luxus verachtete.
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Als Lehrer des Diogenes von Sinope und Zeitgenosse Platons prägte Antisthenes eine ganze Philosophentradition. Er zweifelte an Platons Ideenlehre und befasste sich mit Logik, Definitionen und Homerdeutung. Seine Schriften sind fast vollständig verloren – das Wissen über ihn stammt aus Berichten von Xenophon, Aristoteles und Diogenes Laertios.

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