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Es gibt kein größeres Vergnügen

Spruchbild: Es gibt kein größeres Vergnügen, als dass man einem Menschen mehr gibt, als er erwartet ha …

Es gibt kein größeres Vergnügen, als dass man einem Menschen mehr gibt, als er erwartet hatte.

Bedeutung

Charles Baudelaire beschreibt eine subtile Form von Großzügigkeit als das eigentliche Vergnügen: nicht das Geben an sich, sondern das Geben von mehr, als erwartet wurde. Wer genau das gibt, was geschuldet oder erwartet ist, erfüllt eine Pflicht. Wer darüber hinausgeht, schafft etwas Unerwartetes. Das Überraschungsmoment macht die Gabe zur Freude – für beide Seiten. Das Überraschungsmoment entsteht genau im Abstand zwischen Erwartung und Erleben: Ein Geschenk, das genau das bringt, was man sich erhoffte, berührt – ein Geschenk, das mehr bringt, bleibt in Erinnerung.

Verwendung

Passt als nachdenkliches Zitat in Texten über Großzügigkeit, Freundschaft und das Schenken mit Bedacht. Auch als Begleitung zu einem Geschenk geeignet, das bewusst mehr ist als erwartet oder das über das Nötige hinausgeht. Wegen des literarischen Ursprungs bei Baudelaire auch als Widmung in Büchern oder als Eröffnungszitat für Essays über die Kunst des Schenkens und die Ethik der Großzügigkeit geeignet.

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Über Charles Baudelaire

Über den Autor

Schriftsteller · Französisch · 1821 -1867

Charles Baudelaire (1821–1867) war ein französischer Lyriker und Kunstkritiker, dessen „Les Fleurs du Mal" die Moderne der europäischen Dichtung mitprägten. Seine Texte verbinden Schönheit und Verfall, Großstadt und Einsamkeit, Sinnlichkeit und moralische Unruhe. Seine Sprache ist kontrolliert, aber innerlich unruhig; sie zeigt den Menschen zwischen Begehren, Müdigkeit und Sehnsucht nach Form.

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Charles Baudelaire (1821–1867) machte die moderne Großstadt, ihre Reize und Abgründe, zu einem zentralen Stoff der Lyrik. Mit „Les Fleurs du Mal" schuf er ein Werk, das Schönheit nicht vom Hässlichen trennt, sondern gerade in Spannung, Schuld und Vergänglichkeit sucht. Neben der Dichtung schrieb Baudelaire Kunstkritik und Essays, die das moderne Verständnis von Wahrnehmung und Stil prägten. Seine Sprache ist kontrolliert, aber innerlich unruhig; sie zeigt den Menschen zwischen Begehren, Müdigkeit und Sehnsucht nach Form. Deshalb wirken seine Gedanken bis heute, wenn es um die widersprüchliche Erfahrung moderner Existenz geht.

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