
Nimm mich wie Gott mich hat gemacht, und leih mir keine fremden Züge.
Bedeutung
Droste-Hülshoff bittet darum, als die Person angenommen zu werden, die sie ist. Die Formulierung mit Gott verweist auf eine gegebene, nicht beliebig formbare Identität. Fremde Züge zu leihen bedeutet, jemanden mit Erwartungen, Projektionen oder falschen Bildern zu überdecken. Der Spruch verteidigt Echtheit gegen Vereinnahmung. Er sagt: Liebe und Anerkennung sollen den Menschen nicht nach eigenen Vorstellungen umzeichnen, sondern seine wirkliche Gestalt respektieren. So bleibt die Aussage nah am Bild, klar verständlich und in ihrem Ton bewusst präzise.
Verwendung
Passend für Freundschaft, Partnerschaft, Selbstannahme, Taufe oder religiös geprägte Texte über Identität. In säkularen Kontexten sollte der Gottesbezug bewusst passen. Redaktioneller Hinweis: Wegen religiöser Formulierung und Identitätsthema nicht in jedem allgemeinen Ratgeberkontext automatisch verwenden. Auch als kurzer Begleittext in redaktionell kuratierten Sammlungen ist er gut und knapp einsetzbar.
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Über Annette von Droste-Hülshoff
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1797 - 1848
Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848) war eine deutsche Schriftstellerin und Komponistin, geboren auf Burg Hülshoff bei Münster und gestorben auf Burg Meersburg.
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Als Freiin von Droste zu Hülshoff trug sie einen der längsten Adelsnamen der deutschen Literaturgeschichte: Anna Elisabeth Francisca Adolphina Wilhelmina Ludovica. Sie wirkte nicht nur als Dichterin, sondern auch als Komponistin – eine seltene Doppelbegabung unter den Schriftstellerinnen ihrer Zeit.

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— Annette von Droste-Hülshoff
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