
Der Friede ist kein Naturprodukt; er wächst aus menschlichem Handeln.
Bedeutung
Heinemann widerspricht der Vorstellung, Frieden entstehe von selbst, wenn Menschen nur nichts tun. Frieden ist kein Naturprodukt, also keine automatische Folge von Zeit, Ruhe oder guter Absicht. Er wächst aus menschlichem Handeln: aus Verhandlungen, Gerechtigkeit, Rücksicht, Institutionen und der Bereitschaft, Konflikte nicht eskalieren zu lassen. Das Bild des Wachsens macht Frieden lebendig, aber auch pflegebedürftig, verletzlich und abhängig von konkreter Verantwortung im Kleinen wie im Großen.
Verwendung
Das Zitat passt zu Friedensveranstaltungen, politischen Reden, Schulprojekten, Gedenktagen oder Texten über Konfliktlösung. Besonders sinnvoll ist es, wenn Frieden als aktive Aufgabe beschrieben werden soll, etwa bei Diskussionen über Demokratie, Versöhnung, internationale Verantwortung, Streitkultur im Alltag oder kommunale Initiativen.
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Über Gustav Walter Heinemann
Über den Autor
Politiker · Deutsch · 1899 - 1976
Gustav Walter Heinemann (1899–1976) war der dritte Bundespräsident der BRD, der zuvor aus Protest gegen die NATO-Wiederbewaffnung als Innenminister zurücktrat.
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Heinemann war in seinem Leben mit fünf Parteien verbunden: von der DDP über den CSVD zur CDU, dann zur selbst mitgegründeten pazifistischen GVP und schließlich zur SPD. Als Oberbürgermeister von Essen (1946–1949) und späterer Bundesjustizminister (1966) durchlief er fast alle Ebenen der deutschen Politik. Seine Wahl zum Bundespräsidenten 1969 kommentierte er mit dem vielzitierten Satz „ein Stück Machtwechsel".

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