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Der Weise, welcher sitzt und denkt

Spruchbild: Der Weise, welcher sitzt und denkt und tief sich in sich selbst versenkt, um in der Seele  …

Der Weise, welcher sitzt und denkt und tief sich in sich selbst versenkt, um in der Seele Dämmerschein sich an der Wahrheit zu erfreun, der leert bedenklich seine Flasche, hebt seine Dose aus der Tasche, nimmt eine Prise, macht Habschieh! und spricht: "Mein Sohn, die Sach ist die! ..."

Bedeutung

Wilhelm Busch zeichnet eine komische Gelehrtenfigur. Der Weise sitzt, denkt, versenkt sich in Wahrheit, trinkt aber zugleich aus der Flasche, nimmt eine Prise und leitet seine Erkenntnis mit einer lässigen Geste ein. Die Erhabenheit der Wahrheitssuche wird durch körperliche Gewohnheiten und Alltagskomik gebrochen. Der Witz entsteht aus der Mischung von Philosophie, Genuss und väterlicher Belehrung. Weisheit erscheint bei Busch nicht rein vergeistigt, sondern menschlich, etwas eitel und sehr komisch.

Verwendung

Der Vers passt zu Wilhelm-Busch-Sammlungen, humorvollen Texten über Lehrer, Denker, Großväter oder altmodische Lebensweisheit. Er eignet sich, wenn philosophische Belehrung mit Augenzwinkern gezeigt werden soll. Hinweis: Wegen Flasche und Tabakbild ist der Spruch für Kinderkontexte trotz Unterkategorie nur eingeschränkt passend und sollte nicht automatisch ausgespielt werden.

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Über Wilhelm Busch

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1832 - 1908

Wilhelm Busch (1832–1908) schuf mit Max und Moritz und Die fromme Helene Bildergeschichten, deren Zweizeiler wie „Vater werden ist nicht schwer" zu deutschen Redewendungen wurden.

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Als Pionier des Comics veröffentlichte Busch seine ersten Bildergeschichten ab 1859; seit den 1870er Jahren war er in ganz Deutschland berühmt. Satirisch nahm er darin Spießbürger-Doppelmoral und geistliche Frömmelei aufs Korn. Privat lebte der verschlossene Maler – beeinflusst von niederländischen Meistern – jahrzehntelang zurückgezogen in der Provinz und bezeichnete seine weltberühmten Werke selbst nur als „Schosen".

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