
Neid ist die frevlerische Sorge um das Wohl deines Nachbarn
Bedeutung
Lassalle beschreibt Neid als scheinbare Sorge um andere, die in Wahrheit aus Missgunst entsteht. Wer neidisch ist, beobachtet das Wohl des Nachbarn nicht aus Anteilnahme, sondern weil dessen Glück als eigene Kränkung empfunden wird. Das Wort frevlerisch verschärft die Kritik moralisch. Der Spruch entlarvt Neid als verdrehte Aufmerksamkeit, die Energie an fremden Vorteilen bindet. Dadurch bleibt die Aussage nah am konkreten Spruch und vermeidet eine bloß allgemeine Lebensregel ohne Bezug zum Bild.
Verwendung
Passend für Texte über Nachbarschaft, Konkurrenz, soziale Vergleiche oder Charakterfragen. Der Spruch eignet sich, wenn Neid pointiert kritisiert und von echter Sorge klar unterschieden werden soll. Gut wirkt er, wenn die Umgebung konkret bleibt und der Ton nicht beliebig wird. Gut wirkt er, wenn die Umgebung konkret bleibt und der Ton nicht beliebig wird.
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Über Ferdinand Lassalle
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1825 - 1864
Ferdinand Lassalle (1825–1864) gründete den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein und stritt mit großer Redegabe für Arbeiterrechte.
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Zuvor hatte er sich öffentlich im spektakulären Prozess um die Gräfin Hatzfeldt profiliert. Lassalle stand in Kontakt und im Konflikt mit Marx und Engels, verfolgte politisch aber einen eigenständigen Kurs. Sein früher Tod im Duell verlieh seiner Figur einen fast legendären Zug.
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