
Andere bekommen gleich kalte Füsse, wenn ihnen der Wind einmal ins Gesicht bläst.
Bedeutung
Helmut Kohls Satz nutzt Wetter und Körperreaktion als Bild für politische Standfestigkeit. Wer „kalte Füße“ bekommt, verliert Mut, sobald Widerstand aufkommt; der Wind im Gesicht steht für Gegenwind, Kritik und Druck. Die Aussage grenzt sich von zögerlichen oder furchtsamen Menschen ab und betont Durchhaltevermögen. Politisch klingt der Satz robust, fast spöttisch. Er ist weniger Analyse als Kampfansage: Entscheidend sei, nicht beim ersten unangenehmen Widerstand zurückzuweichen.
Verwendung
Das Zitat passt zu politischen Kommentaren, Reden über Führung, Durchhaltewillen oder historische Einordnungen von Regierungshandeln. In Motivationskontexten kann es funktionieren, wenn der Ton bewusst kernig sein soll. Für persönliche Krisen oder sensible Situationen ist es eher zu hart und schnell belehrend.
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Über Helmut Kohl
Über den Autor
Politiker · Deutsch · *1930
Helmut Kohl (1930–2017) war CDU-Politiker, von 1982 bis 1998 mit 5870 Tagen längstamtierender Bundeskanzler Deutschlands und treibende Kraft der deutschen Wiedervereinigung 1990.
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Kohl begann seine politische Karriere als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1969–1976), bevor er als Oppositionsführer im Bundestag und CDU-Bundesvorsitzender (1973–1998) aufstieg. 1982 gelangte er durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Helmut Schmidt ins Kanzleramt. Nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 trieb er die Wiedervereinigung entschlossen voran und erhielt dafür den Beinamen „Kanzler der Einheit".
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