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Eine Frau, gleichgestellt

Spruchbild: Eine Frau, gleichgestellt, wird überlegen

Eine Frau, gleichgestellt, wird überlegen

Bedeutung

Sokrates formuliert eine knappe, historisch provokante These: Gleichstellung genügt nicht als Endziel, weil das bislang unterdrückte Potenzial dort noch nicht vollständig ausgeschöpft ist. Frauen, vollständig gleichgestellt, würden überlegen sein – nicht als biologische Behauptung, sondern als Reaktion auf das durch lange Unterdrückung brachliegende Potenzial. Ob das Zitat authentisch von Sokrates stammt, ist unsicher. Historisch bemerkenswert bleibt die Idee, weil sie antike Geschlechterhierarchien klar hinterfragt.

Verwendung

In Diskussionen über Gleichstellung, Feminismus und das brachliegende Potenzial von Frauen in Geschichte und Gegenwart. Passend für Reden zum Weltfrauentag oder als historisches Zitat, das überraschend modern wirkt. Die Echtheit der Zuschreibung sollte dabei der Transparenz halber erwähnt werden.

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Über Sokrates

Über den Autor

Philosoph · Antik-Griechisch · 470 - 399 v. Chr.

Sokrates (469–399 v. Chr.) war ein athenischer Philosoph, der mit seiner Methode des strukturierten Dialogs – der Maieutik – die Grundlage des abendländischen Denkens legte.

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Sokrates hinterließ keine eigenen Schriften; sein Denken ist allein durch die Werke seiner Schüler Platon und Xenophon überliefert. Er wurde wegen angeblich verderblichen Einflusses auf die Jugend und Missachtung der Götter zum Tod verurteilt, lehnte eine Flucht aus Respekt vor den Gesetzen ab und starb durch den Schierlingsbecher. Sein Einfluss auf die Philosophiegeschichte ist so prägend, dass alle griechischen Denker vor ihm heute als Vorsokratiker bezeichnet werden.

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