
Ein Abenteuer passiert dem, der es am wenigsten erwartet, d.h. dem Romantischen, dem Schüchternen. Insofern blüht das Abenteuer dem Unabenteuerlichen.
Bedeutung
Chesterton findet das Abenteuer ausgerechnet bei den Unabenteuerlichen. Romantische und Schüchterne erwarten vielleicht wenig von sich, sind aber offen für das Staunen, das ein Abenteuer erst möglich macht. Der Zufall trifft nicht nur Draufgänger, sondern Menschen, deren Sehnsucht verborgen ist. Der Spruch ist paradox und freundlich: Wer sich selbst nicht als Held sieht, kann trotzdem in eine Geschichte geraten, die sein Leben weitet. Das Abenteuer beginnt hier weniger mit Mut als mit Empfänglichkeit.
Verwendung
Passend für Reisekarten, Abschiede, Neuanfänge, Jugendbücher, romantische Texte oder Beiträge über Zufall. Der Ton ist charmant und erzählerisch. Besonders geeignet ist der Spruch für Menschen, die vorsichtig sind und dennoch ermutigt werden sollen, Ungeplantes willkommen zu heißen. Auch als Reisezitat für Zurückhaltende wirkt er charmant.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (2 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5
Über Gilbert Keith Chesterton
Über den Autor
Schriftsteller · Englisch · 1874 - 1936
G. K. Chesterton (1874–1936) war ein englischer Schriftsteller und Journalist, der die Detektivfigur Pater Brown erschuf.
Mehr erfahren
Chesterton wurde am 29. Mai 1874 im Londoner Stadtteil Kensington geboren und starb am 14. Juni 1936 in Beaconsfield. Neben seiner Arbeit als Journalist verfasste er eine erfolgreiche Reihe von Detektivgeschichten, in deren Mittelpunkt der ermittelnde Landpfarrer Pater Brown steht.
Ähnliche Sprüche
Versuchungen kommen meist durch absichtlich offen gelassene Türen.
— Gilbert Keith Chesterton
Reiße niemals einen Zaun ein, bevor du nicht weißt, warum man ihn aufgestellt hat
— Gilbert Keith Chesterton
Gott hat Humor. Sonst hätte er nicht den Menschen erschaffen.
— Gilbert Keith Chesterton
Wer noch nie einen Fehler gemacht hat, hat sich noch nie an Neuem versucht
— Albert Einstein
Weise Lebensführung gelingt keinem Menschen durch Zufall. Man muss, solange man lebt, lernen, wie man leben soll.
— Seneca
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Gilbert Keith Chesterton →