
Huldige nicht mehreren Frauen zur gleichen Zeit, an demselben Ort, wenn es dir darum zu tun ist, Zuneigung oder Vorzug von einer einzelnen zu erlangen.
Bedeutung
Adolph Freiherr von Knigge richtet den Blick auf Beziehungen durch eine deutlich zeitgebundene Geschlechterbrille. Die Aussage ueber bevorzugung und bewunderung arbeitet mit alten Erwartungen daran, wie Frauen oder Maenner angeblich denken, wuenschen oder wirken. Der Spruch ist deshalb weniger als zeitlose Beziehungsweisheit stark, sondern eher als Beispiel fuer historische Rollenbilder und deren pointierte Sprache. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt allenfalls in historische Zitatsammlungen, Texte ueber alte Rollenbilder oder bewusst ironische Kommentare zu Beziehungen. In romantischen Karten, automatischen Empfehlungen oder neutralen Lebensweisheiten wirkt die Geschlechterlogik schnell veraltet und braucht klare Distanz. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Adolph Freiherr von Knigge
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1752 - 1796
Adolph Freiherr von Knigge (1752–1796) verfasste mit „Über den Umgang mit Menschen" ein soziologisches Aufklärungswerk, das irrtümlich zum Synonym für Benimmratgeber wurde.
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Von 1780 bis 1784 gehörte Knigge als führendes Mitglied dem Illuminatenorden an. Sein eigentliches Werk verstand menschliches Miteinander als gesellschaftsanalytisches Thema der Aufklärung – weit entfernt von den Etikette-Ratgebern, die heute fälschlich seinen Namen tragen.
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