
Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.
Bedeutung
Max Liebermann richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen essen und trinken. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Essen und Trinken, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Der Humor lebt von einer groben Zuspitzung auf Kosten anderer; fuer automatische Empfehlungen ist er deshalb zu rau und braucht einen klar scherzhaften Rahmen.
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Über Max Liebermann
Über den Autor
Deutsch · 1847 - 1935
Max Liebermann (1847–1935) führte den deutschen Impressionismus an und wurde erster Präsident der Berliner Secession.
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Seine Bilder zeigen Gärten, Reiter, Arbeiter und bürgerliche Freizeit mit heller, freier Malweise. Als jüdischer Künstler und öffentliche Figur erlebte er die Machtübernahme der Nationalsozialisten als tiefen Bruch. Berühmt blieb sein Berliner Haus am Brandenburger Tor ebenso wie sein bitterer Kommentar zum Fackelzug von 1933.

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