
Die Ehe hat viele Leiden, aber die Ehelosigkeit hat keine Freuden.
Bedeutung
Der Spruch stellt Ehe und Ehelosigkeit in einen alten, sehr pauschalen Gegensatz. Er nimmt an, dass Ehe zwar belastet, aber grundsätzlich erfüllender sei als ein unverheiratetes Leben. Heute wirkt diese Sicht eingeschränkt, weil Lebensglück nicht von einem bestimmten Beziehungsmodell abhängt. Aussagekräftig bleibt vor allem der Hinweis, dass verbindliche Nähe Mühe kostet, während Einsamkeit ebenfalls schwer wiegen kann. Dadurch bleibt die Aussage nah am konkreten Spruch und vermeidet eine bloß allgemeine Lebensregel ohne Bezug zum Bild.
Verwendung
Nur mit historischer Einordnung verwenden, etwa in Sammlungen alter europäischer Sprichwörter oder bei Texten über frühere Ehevorstellungen. Für Glückwünsche, Singles oder moderne Beziehungsthemen ist der Spruch zu normativ. Gut wirkt er, wenn die Umgebung konkret bleibt und der Ton nicht beliebig wird. Redaktioneller Hinweis: Pauschale Abwertung eheloser Lebensformen prüfen und nicht unkommentiert empfehlen.
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