
Das Jahrhundert ist vorgerückt; jeder einzelne aber fängt doch von vorne an.
Bedeutung
Johann Wolfgang von Goethe formuliert in diesem Satz eine nachdenkliche Beobachtung über Fortschritt und die individuelle Existenz: Die Gesellschaft und das Jahrhundert schreiten voran – aber jeder einzelne Mensch muss von vorne beginnen. Historischer Fortschritt und persönliche Entwicklung laufen auf verschiedenen Ebenen: Was die Menschheit gelernt hat, muss jeder Mensch für sich neu erarbeiten, neu erfahren, neu durchleben. Goethe, der selbst ein langes und lernreiches Leben führte, beschreibt damit eine fundamentale Spannung zwischen kollektivem Wissen und individueller Erfahrung.
Verwendung
Passend als Goethe-Zitat in Texten über Bildung, Fortschritt und die individuelle Notwendigkeit, das Erbe der Zeit selbst zu erwerben sowie für Beiträge über Erziehung, Menschenbild und das Verhältnis von Gesellschaft und Individuum. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über lebenslanges Lernen und die unvermeidliche Neuentdeckung des Lebens.
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Über Johann Wolfgang von Goethe
Über den Autor
Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.
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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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