
Eine faule Frau versucht, alles auf einmal fortzutragen.
Bedeutung
Dieses volkskundliche Sprichwort formuliert eine ironische Beobachtung über das Verhältnis von Arbeitsunlust und Kraftaufwand: Wer Aufgaben scheut, erledigt sie am Ende mit größerem Aufwand, weil er alles auf einmal lösen will. Das klingt paradox, trifft aber eine Wahrheit über menschliche Prokrastination: Wer nicht schrittweise vorgeht, steht schließlich vor einem Riesenberg und muss alles gleichzeitig bewältigen. Das Sprichwort ist kein ernsthafter Angriff auf Frauen, sondern ein humoristisches Beobachtungsbild über den scheinbaren Widerspruch von Arbeitsscheu und plötzlichem Kraftakt.
Verwendung
Passend für volkskundliche Spruchsammlungen sowie Texte über Arbeitsverhalten, Prokrastination und die Folgen des Aufschiebens. Auch geeignet als augenzwinkerndes Wort in Reden über die Logik der Unlust und den unvermeidlichen Mehraufwand des Aufschiebens. Das Sprichwort beschreibt die Paradoxie: Wer aufschiebt, arbeitet am Ende mehr.
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