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Wird Stolz sich seiner bewußt, so ist er Eitelkeit

Spruchbild: Wird Stolz sich seiner bewußt, so ist er Eitelkeit

Wird Stolz sich seiner bewußt, so ist er Eitelkeit

Bedeutung

Walter Rathenau, Industrieller und Außenminister der Weimarer Republik, formuliert eine psychologische Unterscheidung: Stolz als inneres Selbstwertgefühl ist etwas anderes als Eitelkeit, die Bestätigung von außen sucht. Erst wenn Stolz sich selbst bewusst wird und zur Schau gestellt werden will, kippt er in Eitelkeit. Der Satz beschreibt diesen Übergang präzise und lädt zur Selbstreflexion ein: Woher kommt mein Stolz, und braucht er wirklich das Publikum?

Verwendung

Passend für Essays über Charakter, Selbstbild und soziale Inszenierung in digitalen und analogen Kontexten. Gut als Einleitungszitat für Texte über Authentizität und Selbstachtung oder als Denkanstoß in Rhetorik- und Persönlichkeitsseminaren. Auch treffend in Diskussionen über Social-Media-Kultur und digitale Selbstdarstellung.

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Über Walter Rathenau

Über den Autor

Politiker · Deutsch · 1867 - 1922

Walther Rathenau (1867–1922) war deutscher Industrieller, Schriftsteller und Reichsaußenminister, der 1922 von Rechtsradikalen ermordet wurde.

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Als Leiter der Kriegsrohstoffabteilung organisierte Rathenau im Ersten Weltkrieg die deutsche Kriegswirtschaft. Nach dem Krieg trat er der linksliberalen DDP bei und vertrat als Außenminister eine Zusammenarbeit mit den Siegermächten. Sein Mord gab der Regierung den Anstoß, ein Gesetz zum Schutz der Republik zu verabschieden.

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