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Immer noch haben jene die Welt zur Hölle gemacht

Spruchbild: Immer noch haben jene die Welt zur Hölle gemacht,  die vorgeben, sie zum Paradies zu mache …

Immer noch haben jene die Welt zur Hölle gemacht, die vorgeben, sie zum Paradies zu machen.

Bedeutung

Hölderlins Satz warnt vor politischen oder weltanschaulichen Heilsversprechen. Wer vorgibt, ein Paradies zu schaffen, kann mit Zwang, Fanatismus oder Hybris gerade das Gegenteil bewirken. Die Formulierung ist scharf, weil sie guten Absichten misstraut, sobald sie total werden. Der Spruch eignet sich für kritische Reflexion über Macht, Ideologie und die Gefahr großer Versprechen. Die Warnung richtet sich besonders gegen Ideale, die keine Begrenzung und keinen Widerspruch mehr dulden.

Verwendung

Das Zitat passt zu politischen Essays, historischen Kommentaren, Reden über Ideologien oder Diskussionen zu Utopien und Macht. Es sollte nicht als pauschaler Angriff auf jede Reformidee benutzt werden. Historischer oder philosophischer Kontext verhindert falsche Vereinfachung. Die Aussage über Menschen, die die Welt zum Paradies machen wollen, hat politische Schärfe und braucht kritischen Kontext.

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Über Johann Christian Friedrich Hölderlin

Über den Autor

Deutsch · 1770 - 1843

Friedrich Hölderlin (1770–1843) war ein deutscher Lyriker, dessen Werk sich weder der Weimarer Klassik noch der Romantik zuordnen lässt.

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Geboren in Lauffen am Neckar, verbrachte Hölderlin seine letzten 36 Lebensjahre in geistiger Umnachtung in einem Tübinger Turmzimmer am Neckar. In dieser Zeit entstanden dennoch weiterhin Gedichte, die er mit dem Pseudonym „Scardanelli" unterzeichnete.

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