
Wer jedes Freund sein will, ist niemandes Freund
Bedeutung
Gottlieb Konrad Pfeffel richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen einigkeit und freundschaft. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Freundschaft, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Gottlieb Konrad Pfeffel
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1736 - 1809
Gottlieb Konrad Pfeffel (1736–1809) schrieb Fabeln und Epigramme und gründete in Colmar eine einflussreiche Erziehungsanstalt.
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Fast blind seit der Jugend, entwickelte er eine besonders mündlich und gedanklich geprägte Schreibweise. Pfeffels Fabeln verbinden Aufklärung, Moral und oft trockenen Witz. Seine Schule in Colmar zog Schüler aus verschiedenen Regionen an und verband Bildung mit praktischer Erziehung.

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