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Was man nicht an sich selbst erlebt, erlebt

Spruchbild: Was man nicht an sich selbst erlebt, erlebt man auch nicht an anderen.

Was man nicht an sich selbst erlebt, erlebt man auch nicht an anderen.

Bedeutung

Oswald Spengler richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen erfahrung und gelegenheit. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.

Verwendung

Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Leben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.

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Über Oswald Spengler

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1880 - 1936

Oswald Spengler (1880–1936) entwarf in „Der Untergang des Abendlandes" eine Zyklentheorie der Geschichte, die Kulturen als quasi-organische Gebilde mit ~1000 Jahren Lebensdauer beschreibt.

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Spengler wandte sich gegen die Vorstellung von Geschichte als linearem Fortschritt und sah die abendländische Kultur seiner Zeit im Verfall. Als Vertreter der „Konservativen Revolution" lehnte er Demokratie und Nationalsozialismus ab, gilt aber dennoch manchen als dessen geistiger Wegbereiter. Die heutige Geschichtswissenschaft misst seinem Werk keinen grundlegenden Stellenwert bei.

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