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Für uns ältere ist es immer schwer

Spruchbild: Für uns ältere ist es immer schwer,  junge Leute kennen zu lernen,  entweder sie verbergen …

Für uns ältere ist es immer schwer, junge Leute kennen zu lernen, entweder sie verbergen sich vor uns oder wir beurteilen sie aus unserm Standpunkt.

Bedeutung

Goethe benennt ein Generationenproblem mit Selbstkritik: Die Barriere zwischen Alt und Jung ist doppelt. Junge verbergen sich – sie öffnen sich nicht, weil sie Unverständnis erwarten. Alte urteilen – sie sehen Junge durch die Linse ihrer eigenen Erfahrung und Zeit. Echte Begegnung zwischen Generationen erfordert Überwindung beider Hindernisse. Im Zusammenhang mit Alter gewinnt der Gedanke zusätzliches Gewicht, weil er eine konkrete Haltung sichtbar macht. Gerade dadurch eignet sich der Spruch für Leserinnen und Leser, die eine kurze Aussage mit erkennbarem innerem Kern suchen. Der Satz zielt auf Lernen, Können oder Orientierung als praktische Erfahrung. Er wirkt nicht durch bloße Belehrung, sondern dadurch, dass er eine konkrete Haltung zu Irrtum, Ziel oder Wissen verlangt.

Verwendung

Als Reflexion über den Generationenkonflikt und seine Ursachen. Passend in Gesprächen über Jugend und Alter, als Einladung zur gegenseitigen Öffnung zwischen Generationen oder als Goethe-Zitat in pädagogischen Diskussionen. Er passt in kurze Reden, Briefe oder begleitende Texte, wenn der Anlass klar benannt wird. Passend ist er für persönliche Nachrichten, kurze Reden oder Reflexionen, wenn der Anlass die Aussage wirklich trägt. Ein konkreter Bezug macht den Spruch wärmer und weniger austauschbar.

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Über Johann Wolfgang von Goethe

Über den Autor

Dichter und Dramatiker · Deutsch · 1749 - 1832

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) schuf mit „Die Leiden des jungen Werthers" und „Faust" zwei Werke, die die europäische Literatur dauerhaft formten.

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Goethe stammte aus einer wohlhabenden Frankfurter Familie und studierte auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft, bevor er sich der Dichtkunst zuwandte. Ab 1775 lebte er am Hof in Weimar, wo er als Minister und Freund von Herzog Carl August politische Ämter bekleidete und 25 Jahre lang das Weimarer Hoftheater leitete. Neben der Literatur widmete er sich intensiv der Naturforschung.

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