
Ich zieh' es vor zu schweigen bei Dingen, wo mir das Verständnis fehlt.
Bedeutung
Sophokles, der athenische Tragödiendichter, formuliert in diesem Vers eine Klugheitsregel über die Grenzen des eigenen Wissens: Lieber schweigen, als über Dinge zu reden, die man nicht versteht. Das ist eine Aussage über intellektuelle Redlichkeit und Demut: Wer nichts weiß, soll es zugeben, nicht reden. Sophokles, der in seinen Tragödien immer wieder das Verhängnis des Übermuts und der Selbstüberschätzung zeigte, wusste, dass das weise Eingestehen von Unwissenheit Stärke ist, nicht Schwäche. Das Zitat ist eine Absage an Halbwissen, vorgetäuschte Expertise und das Reden um des Redens willen.
Verwendung
Passend als Sophokles-Zitat in Texten über Schweigen, intellektuelle Demut und die Stärke des Eingestehens von Unwissenheit sowie für Beiträge über antike Weisheit, Kommunikation und den Wert des ehrlichen Nicht-Wissens. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Klugheit des Schweigens gegenüber unverstandenen Dingen.
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Über Sophokles
Über den Autor
Dichter · Antik-Griechisch · 496 - 406 v. Chr.
Sophokles (496–406 v. Chr.) war ein altgriechischer Tragödiendichter aus Kolonos, dessen Stücke Antigone und König Ödipus bis heute weltweit aufgeführt werden.
Mehr erfahren
Sophokles lebte und wirkte im Athen der Griechischen Klassik, einer Epoche kultureller Hochblüte. Er steht neben Aischylos und Euripides in der ersten Reihe der antiken Tragödiendichter. Von seinem Gesamtwerk haben sich mehrere Stücke erhalten, die das moderne Welttheater bis in die Gegenwart bereichern.

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