
Ein warmes Gefühl für die Leiden der Tiere ist immer ein Zeichen hoher Zivilistation.
Bedeutung
Selma Lagerlöf stellt Tierempathie als moralischen Entwicklungsindikator dar: Eine Gesellschaft, die Mitgefühl für Wesen empfindet, die keine Stimme haben und keine politische Macht besitzen, hat eine Form moralischer Reife erreicht, die über Eigeninteresse hinausgeht. Das ist kein sentimentales Argument, sondern ein strukturelles: Wer auch für Schwächere fühlt, die sich nicht wehren können, zeigt damit ein entwickeltes ethisches Bewusstsein. Zivilisation bemisst sich nicht allein an Technik oder Recht, sondern an der Weite des moralischen Kreises. Lagerlöf formuliert das als Ziviliationsmaßstab, nicht als Sentimentalität.
Verwendung
Passend in Gesprächen über Tierschutz, Tierethik oder humanistische Werte. Geeignet für Vorträge, Texte oder Diskussionen über Zivilisation und Mitgefühl. Auch treffend als Zitat in Tierschutztexten, Bildungsveranstaltungen oder Essays über den Umgang mit Tieren und die Entwicklung moralischer Sensibilität in der Gesellschaft.
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Über Selma Lagerlöf
Über den Autor
Schriftsteller · 1858 - 1940
Selma Lagerlöf (1858–1940) war eine schwedische Schriftstellerin, die 1909 als erste Frau den Nobelpreis für Literatur erhielt und 1914 als erste Frau in die Schwedische Akademie aufgenommen wurde.
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Lagerlöf wurde auf Gut Mårbacka in Värmland geboren, wo sie auch starb. Ihr bekanntestes Werk, „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" (1906/07), wurde als Kinderbuch weltberühmt. Ihr Schreiben verband geistliche und fantasievolle Elemente mit tiefer Heimatverbundenheit.

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— Selma Lagerlöf
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