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Hoffnung ist unbeständige Lust

Spruchbild: Hoffnung ist unbeständige Lust,  entsprungen aus der Idee einer zukünftigen oder vergangen …

Hoffnung ist unbeständige Lust, entsprungen aus der Idee einer zukünftigen oder vergangenen Sache, über deren Ausgang wir in gewisser Hinsicht im Zweifel sind.

Bedeutung

Baruch de Spinoza analysiert Hoffnung nüchtern und präzise als affektiven Zustand: Sie ist eine unbeständige, wechselhafte Freude, die aus Unsicherheit über den Ausgang einer Sache entsteht – ob diese vergangen oder zukünftig ist. Für Spinoza sind Hoffnung und Furcht untrennbar miteinander verbunden: Beides setzt Zweifel und Ungewissheit voraus. Wer völlig sicher ist, braucht keine Hoffnung. Die Definition macht klar: Hoffnung ist keine Stärke, sondern ein Symptom von Ungewissheit.

Verwendung

Passend für philosophische Essays über Hoffnung, Angst und den konstruktiven Umgang mit Ungewissheit im Leben. Gut einsetzbar in Texten über Resilienz, in Seminarunterlagen zur Emotionsforschung oder als nachdenkliches Eingangszitat in Ratgeber über das produktive Aushalten von Unsicherheit und Zweifel.

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Über Baruch de Spinoza

Über den Autor

Philosoph · 1632 - 1677

Baruch de Spinoza (1632–1677) war ein niederländischer Philosoph, Sohn sephardischer Einwanderer aus Portugal, und gilt als einer der Begründer der modernen Bibel- und Religionskritik.

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Spinoza wurde am 24. November 1632 in Amsterdam geboren und wuchs mit Portugiesisch als Erstsprache auf. Als Vertreter des Rationalismus entwickelte er ein streng systematisches Weltbild, in dem Gott und Natur als ein und dasselbe begriffen werden. Er starb am 21. Februar 1677 in Den Haag, wo er als Linsenschleifer seinen Lebensunterhalt verdient hatte.

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