
Ich wollte lieben, ich wollte geliebt werden. Also verliebte ich mich. Mit anderen Worten: Ich machte mich zum Narren.
Bedeutung
Camus beschreibt Verliebtheit mit bitterer Selbstironie und nüchterner Konsequenz. Der Wunsch zu lieben und geliebt zu werden führt nicht zur Erfüllung, sondern dazu, sich zum Narren zu machen. Wer liebt, macht sich offen, abhängig und angreifbar – das ist keine Dummheit, aber es birgt die Scham des Bloßgestellten. Der Satz benennt eine Verletzlichkeit, die besonders nach gescheiterter Liebe brennt. Der Narr ist nicht dumm, sondern durch seine eigene Hoffnung entblößt worden.
Verwendung
Passend für Trennungstexte, Liebeskummer, literarische Reflexionen oder schwarzen Humor nach einer Enttäuschung und schmerzhaften Absage. Für romantische Karten oder echte Liebeserklärungen ist es ganz ungeeignet. Es braucht Empfänger, die Selbstironie im Schmerz aushalten, schätzen und als solche verstehen können.
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Über Albert Camus
Über den Autor
Philosoph und Schriftsteller · Französisch · 1913 - 1960
Albert Camus (1913–1960), französischer Schriftsteller, Philosoph und Religionskritiker, erhielt 1957 den Nobelpreis für Literatur für sein publizistisches Gesamtwerk.
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Geboren im algerischen Mondovi, wuchs Camus in Französisch-Algerien auf – eine Herkunft, die sein Denken und Schreiben nachhaltig beeinflusste. Er starb mit nur 46 Jahren bei einem Autounfall nahe Villeblevin in Frankreich. Sein Werk verbindet literarisches Schaffen mit philosophischer Religionskritik und gilt als Ausdruck des Absurdismus.

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